Hand der Woche 43/17

Board 1 vom 23. Oktober 2017

Teiler: Nord, Gefahr: Keiner

West                Ost

K965                A73
98632              
A                     K742
982                  ADB1043

West  Nord  Ost  Süd
            1♠        2♣      X
3♣     Pass    Pass    Pass

So oder ähnlich verlief die Reizung an den meisten Tischen. Jedenfalls ist Ost in einem 3♣-Kontrakt gelandet und Süd spielt B aus. Jetzt heißt es Nachdenken und einen Spielplan entwickeln. Damit sollte der Alleinspieler mindestens 11 Stiche erzielen!
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Hand der Woche – ein Kleinod (aus Pula 2017)

In einem Pikkontrakt ist Süd als Alleinspieler (AS) am Stich und setzt in dieser Endposition mit Karo fort:

65
3
K8
3
10
10 D
B
63

West nimmt die 10 und der AS darf jetzt am Tisch nicht stechen. Ost würde überstechen, den letzten Trumpf ziehen und damit Rest machen. Wenn der Dummy abwirft, ist Ost machtlos. Wenn er Treff abwirft, wird der Pikbube in der Folge promoviert, wenn er sticht, macht nach Ziehen des Pikkönigs der verbleibende kleine Trumpf am Tisch den letzten Stich. Dies ist an sich kein schwieriges Problem, jedoch muss der AS dem Reflex widerstehen, die Karo 10 zu stechen. KS

Hand der Woche 26/17

Board 22 vom 26. Juni 2017 Teiler Ost, Gefahr O/W

Ost eröffnet mit 1 Karo und West bietet 2 Coeur, vereinbart als lang und schwach. Nun muss Ost – die Gegner mischen sich nicht ein – den besten Endkontrakt finden. Er nimmt die Hürde souverän, in dem er 4 Coeur bietet. Die gemeinsamen Blätter eignen sich nicht für ein SA-Spiel, denn West kann bereits durch einmaliges Ducken von den potentiellen Coeurstichen abgeschnitten werden.

Nord greift mit Treff 6 an und dies ist die gesamte Verteilung:

K984
D85
DB85
63
106 AD72
KB9643 72
2 A1074
10874 AKD
B53
A10
K963
B952

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Hand der Woche 25/2017

Board 22 vom 19. Juni im Uni-Club

Für Hände mit einer stehenden 7er Unterfarbe ohne Nebenwerte gibt es eine spezielle Konvention, 3SA-Gambling genannt. Die Konvention ist zu Recht so beliebt, erfüllt sie doch gleich mehrere Zwecke:

  1. Mit einem einzigen Gebot wird die exakte Stärke und Struktur eines Blattes beschrieben.
  2. Es sperrt den Gegner auf recht unangenehme Weise, eventuelle Aktionen könnten hochspekulativ und deshalb riskant sein.
  3. Die genaue Eingrenzung des Blatttyps dient dazu, Kontrakte auf der eigenen Achse sehr genau ansagen zu können. Dies gilt insbesondere für den Schlemmbereich.

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Hand der Woche 24/2017

Board 9 vom 12.06.17 (Paarturnier BC Göttingen-Uni) – Teiler: Nord

B1073
K10974
6
AB4
94 AK85
D863 AB
97 8432
K9852 763
D62
52
AKDB105
D10

Die Reizung verlief, nun sagen wir mal: ungewöhnlich

Nord          Ost          Süd              West
Pass         1 Karo    2 Karo (Alert)   Pass
3 Coeur     Pass      4 Karo (Aha!)   Pass
4 Coeur (Unheil ahnend, dennoch souverän)

Alle passen …

Offenbar hatte Süd die vereinbarte, konventionelle Bedeutung des 2 Karo-Überrufes (mindestens 5-5 in den Oberfarben) – geblendet von seiner stolzen Karo-Farbe – vergessen. Aus Sicht von Nord war das noch nicht klar, 4 Karo könnte als Kontrolle mit Schlemm-Interesse gemeint gewesen sein. » Weiterlesen

Ein Bietproblem (Board 1 vom 8.5.17)

 

Teiler: Nord, Gefahr keiner
A96
AKDB8
A9
AK7
KDB7
974
10752
DB

Nur selten bekommt man als Teiler eine so starke Hand zu sehen, und so hatten alle Spieler Schwierigkeiten, diese Hand zu bieten. Ein Paar versuchte immerhin den Schlemm zu erreichen, stolperte dann aber in der Asfrage und spielte am Ende 5C+2 (falsch aufgeschrieben als 4C+3). Die meisten scheinen aber keinen Schlemmversuch gemacht zu haben. Das ist schon beinahe peinlich…

Hier ein paar Ideen, wie man den Schlemm hätte finden können.
Der Eröffner
Diese Hand ist ein klares Partieforcing: 25 Figurenpukte und 9 Topstiche, wenn kein Gegner 5 Couers hält.
Also eröffnet man das Monster mit 2 Karo. Trotz der phantastischen Coeur-Farbe sollte man aber nicht glauben, einen Coeur Einfärber in der Hand zu haben:
5332 mit Stoppern in allen Farben und zugfähiger 5er-Länge ist in SA und Farbspiel ähnlich gut.

Die Antwort 2 SA
Im Forum-D-plus von 2015 findet man hier ein Waffe, die alle Probleme sofort aus der Welt schafft:
Die Antwort 2SA zeigt 8 Punkte, eine ausgelichene Hand ohne 5er OF und forciert bis 4! SA. Bei dieser Anwort sieht der Eröffner sofort, dass man mit 33F (34FL) in 6 sein muss, und es geht nur noch darum, den Bietraum zu nutzen, um zu prüfen ob man in 6 oder 7, in SA oder Coeur, sein will. (Ein Schnapper in der Südhand ist bei ausgeglichener Verteilung unwahrscheinlich, so dass viel für SA spricht.)
Damit gkönnte die Reizung so aussehen:
2K 2SA
3C 3P (zeigt 5C, 4P)
3SA 4T (Balanced und stärker als 4SA, Assfrage)
4K 6SA (4Asse und Süd bringt 3Pikstiche zu den 9 Stichen Nords mit.)

Die einfache Antwort 2 Karo
Wer das Plus-Gebot nicht im Gepäck hat, wird auf Süd wohl nur 2 Coeur antworten.
Der Eröffner sollte jetzt unbedingt 2 SA (25+ Punkte) bieten. Danach kann der Südspieler immer noch mit 3 Treff nach dem 5er Coeur fragen.
Und mit fünfer Pik kann er ein Transfer-Gebot abgeben. Wer auf dagegen 3C bietet, zwingt seinen Partner praktisch in den 4 Coeur Kontrakt, der nur geht, wenn Süd einen Stich mitbringt.
Wenn Süd mit dem 2SA Gebot von Nords 24/25 Punkten erfährt, dann liegt die Verantwortung für das Untersuchen des Schlemms bei Süd Und mit gemeinsamen 33 Punkten kann man die 6 ansagen

Der Weg in die Wüste: Der Eröffner bietet 3 Coeur in der zweiten Runde
Das wäre nicht mein Gebot, weil man aus dem System ausbricht.
Süd sieht einen 9 Kartenfit in Coeur. Vielleich bringt Süd zwei Pikstiche , wenn Nord Anschluss hat. Mit Nords 10 versprochenen (aber nicht vorhandenen) Stichen wären das 12 Stiche.
Aber kann man so ohne weiteres nach den Assen fragen?

ADBZ82
KDB95
AK

Dieser Zweifärber mit nur zwei Verlierern würde auch mit 2Karo aufgemacht. Die Assfrage wird mit 5 Pik beantwortet und man ist schon zu hoch. Und was macht man, wenn Nord 2/5 Keycards ohne Dame mit 5Coeur zeigt?
RKCB funktioniert nur dann reibungslos, wenn man entweder weiß, dass der Gefragte mindestens 3 Keycards der Punkte wegen haben muss, oder wenn der Fragende selber eine Keycard hat.
Der Wert der Piks gegenüber einer Verteilungshand steht auch nicht fest. Gegenüber einer Verteilungshand wird Süd den Schlemm wohl nur untersuchen, wenn er Asse oder Kürzen hat.
Die Reizung wird sich eventuell so weiter entwickeln:
2K 2C
3C 3P
3SA 4C
oder
4C Pass
Und dann ist es schon passiert.

Soll man im Großschlemm sein?
Eher nicht. Damit der Großschlemm geht, muss man einen Verlierer auf Pik entsorgen können. Das geht oft schief: Wenn Nord statt der Treff 7 eine kleine Karo-Karte mehr hat.
Oder wenn er Karo König statt Treff König hat. Und im Paarturnier eines Clubs werden (wie hier geschehen) einige den Schlemm nicht ausreizen oder in 6SA den Überstich nicht realisieren.
Daher wird 6SA+1 meist keine Katastrophe sein. und selbst 6C= ist oft noch gut. Einen Großschlemm sollte man im Paarturnier eines Clubs nur bieten, wenn man weiß, dass er geht.

Aber vielleicht habt Ihr ja eigene Ideen, was man hätte besser machen können.

Volker

Hand (Hände) der Woche 18/2017 – Autor Martin Jentsch

Team-Trophy Berlin, letzter Tag (ziemlich die letzten Hände)

ist schon besser, man ist dann noch hellwach, also ein guter Fitness- und Gemütszustand ist Voraussetzung, der Spaß, den man in langen Nächten beim Bierchen hat, nicht.

Folgendes Problem stelle ich in 2 Stufen. Überlegt Euch, und schreibt die ersten 4 Runden des (erwarteten) Abspiels auf. Sonst sagt man nur, jaja genau das hab ich gemeint…
Ihr in Gefahr Gegner nicht, Gegner eröffnet vor Dir 1 Pik ( 5er Oberfarben).
Dich hat das Schicksal beschenkt mit:

AD842
KB1053
A
A5

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Hand der Woche 14/2017

Hand 11 Teamturnier im Uniclub vom 3. April 2017

West blickt auf ein starkes Blatt und seine Überlegung, wie die Reizung geschickt angelegt werden könnte, wird von Süds 3 Pik-Sperrgebot jäh unterbrochen. Welche Optionen hat man überhaupt?

1. 3 SA – Wenn die Karos nicht zum Laufen kommen, kann man den Kontrakt wahrscheinlich vergessen. Außerdem würde ein Karoschlemm – Partner hat ’ne ungepasste Hand – wohl begraben werden. » Weiterlesen

Hand der Woche 10/2017

Board 6 vom 5. März 2017 (Teamturnier BC GÖ-Uni)

Ost eröffnet 2 ♥, Weak2 mit schönem Maximum, und West hebt nach Süds Pass auf 3 ♥, nicht einladend. Nun muss Nord entscheiden, ob und was er reizt. Er entschließt sich zu 5 ♣ und das wird zum Endkontrakt. Als klein ♥ ausgespielt wird und der Dummy erscheint, freut man sich zwar über die schöne Trumpfunterstützung, ist aber vom Rest der Blattes enttäuscht. Man sticht den Angriff in der Hand und nun ist guter Rat teuer.

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